Bei der Tonakupunktur wird anstelle der klassischen Nadeln ein Tongenerator auf die Akupunktur-Punkte aufgesetzt. Diese Behandlungsmethode zeichnet sich durch ihre Schmerzfreiheit aus, die es erlaubt, Kinder und Menschen mit Nadelphobie zu behandeln.

Körper und Seele sind untrennbar verbunden, deshalb wirken die Töne physisch und psychisch sehr tiefgreifend. Durch ihre Tiefe und Nachhaltigkeit werden die Selbstheilungskräfte im Menschen aktiviert.

Die Indikationen der Tonakupunktur entsprechen denen der klassischen Akupunktur, z.B.

  • Wirbelsäulenbeschwerden
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Erschöpfungszustände
  • Schlafstörungen
  • Menstruations- / Wechseljahrsbeschwerden
  • Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchtitis
  • Allergien
  • Nervenschmerzen
  • Magen-Darm-Erkrankungen

und vieles mehr.

 

Herkunft

Der französische Arzt Jean Lamy wurde durch Hinweise aus der fernöstlichen Literatur auf die Heilung mit Tönen aufmerksam.
Liki (Buch der Riten und Gebräuche zw. 4000-1000 v.Chr.):

  • Töne schärfen die Sinne, ordnen die Kräfte des Blutes und die Energien im Körper
  • durch Töne werden Yin und Yang harmonisch vereint

Er erforschte daraufhin die Beziehungen zwischen Tonfrequenzen und Organen bzw. Meridianen und wurde so der Erfinder der Phonophorese (Tonakupunktur). Er dokumentierte seine langjährigen Erfahrungen in einem zweibändigen Werk in den Jahren 1967 und 1969.

Dr. med. Erwin Schick (1913-1995), Arzt und Akupunkteur aus Esslingen, brachte die Tonakupunktur nach Deutschland. Er entwickelte in den 1970er Jahren einen Tongenerator mit Schwingungskopf und Stift, der auf die Akupunktur-Punkte aufgesetzt wird und so die Schwingung überträgt.